Den Stromkonzernen den Stecker ziehen - Stromkampagne von attac
Eon, RWE, Vattenfall und EnBW verhindern eine demokratische, ökologische, soziale, entwicklungspolitisch sinnvolle und friedliche Weiterentwicklung der Energieversorgung.
Angesichts des Klimawandels, der weltweit die Natur, die Zukunft und das Leben von Menschen gefährdet und angesichts unsozialer Strompreise, die auch in Deutschland für immer mehr Menschen unerschwinglich werden, können und wollen wir nicht mehr warten. Wir fordern eine konzernfreie und demokratische Stromwirtschaft.
Dazu müssen die Netze vergesellschaftet und die Konzerne enteignet werden. Ein großer Staatskonzern ist dabei keine Lösung, wie das französische Beispiel EdF oder der schwedische Konzern Vattenfall zeigen.
"Den Stromkonzernen den Stecker ziehen"
Wir konzentrieren uns darauf, den vier Energieoligopolisten den Stecker zu ziehen, weil erst dann unsere dringenden Forderungen umgesetzt werden können.
Klima und Ökologie:
Wir wollen kein einziges neues Kohlekraftwerk, sondern den völligen Ausstieg aus der Kohle, den Atomausstieg und erneuerbare Energien für alle. Wir werden schon in den kommenden Monaten den Widerstand gegen die geplanten Kohlekraftwerke unterstützen, die Bildung lokaler Klima-Allianzen vorantreiben und auch unter den Initiativen vor Ort um Unterstützung für die Enteignung, Entflechtung und Vergesellschaftung der vier großen Konzerne werben.
Soziales:
Wir haben die Nase voll von der renditegetriebenen Preissteigerung. Die Macht der großen Vier und die Oligopolstruktur der Stromversorgung führt zu sozial ungerechten Preisen und Energiearmut für immer mehr Menschen. Wir unterstützen Vorschläge wie den des Bundes der Energieverbraucher nach einer Stromgrundversorgung.
Entwicklung/Frieden:
Die -- alten wie neuen -- Kohlekraftwerke werden mit Kohle aus aller Welt befeuert. Es interessiert dabei die großen Kraftwerksbetreiber nicht, welchen Arbeitsbedingungen z.B. die Kohlearbeiter in Kolumbien unterworfen sind. Die CO2-Schleudern beschleunigen den Klimawandel. Vor allem auf Kosten der Ärmsten im Süden. Wir fordern Klimagerechtigkeit und ein sofortiges Ende der globalen Shopping-Tour der großen Konzerne durch ihre Abschaffung. Wir sind solidarisch mit den Protesten z.B. der Kohlearbeiter in Kolumbien gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Auch aus friedenspolitischen Erwägungen fordern wir eine Abkehr von einer Außenpolitik mit Großkonzernen.
Nächste Schritte werden die Entwicklung von Kampagnenslogans sein, sowie die Konkretisierung der geplanten Kampagnenelemente und Aktionsideen. Es wird bald auch Kampagnen-Material geben, gute Argumente und Mitnahmeideen sowie Mitmach-Material.
Presseerklärung vom 2.1.08 zur Stromkampagne: hier
Interview mit Jutta Sundermann aus dem attac-Koordinierungskreis zur Stromkampagne vom 3.1.2008 in der jungen welt: hier.
Mehr Informationen zur Stromkampagne von attac: hier
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