Bildung ist keine Ware



Die neoliberale Vermarktung und die Privatisierung öffentlicher Bildungseinrichtungen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Je prekärer die beruflichen und ökonomischen Perspektiven breiter Schichten werden, desto besser lassen sich "Bildungsreformen" verkaufen. Die "gute Ausbildung", als einzige Rückversicherung gegen die Wechselfälle eines harten globalen Arbeitsmarktes, wird zunehmend individualisiert. 

Am Ende dieser "Reformen" wird Bildung kein öffentliches Gut mehr sein, über dessen politisch verantwortete Verteilung ein Stück Chancengleichheit hergestellt wird - sondern eine Markenware. Der immer selektivere Zugang zu Bildung schließt breite Bevölkerungsschichten zunehmend aus.  Von der Kita bis zur Eliteuniversität oder eben Kita, Hauptschule und 1-Euro-Job.

Bildung als Ware, als Ausdruck von Geldbeutel und individuellen familiären Verhältnissen. 

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Konferenz: Öffentliche Aufgaben gehören in die öffenliche Hand



Das Berliner Bündnis gegen Privatisierung veranstaltet zusammen mit der GEW Berlin (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) eine Konferenz, die sich mit den Hintergründen der Privatisierungstendenzen in den öffentlichen Diensten beschäftigt.

Für Stärkungsmöglichkeiten wird in der Pause gesorgt. Eintritt ist frei.

Zeit: Samstag, 16. Februar, 13 bis 18 Uhr
Ort: Oberstufenzentrum (OSZ) Verkehr, Wohnungswirtschaft, Steuern - Dudenstr. 35-37 (U-Bahnhof: Platz der Luftbrücke)


Weitere Informationen zur Konferenz sowie Hintergrundmaterial zu aktuellen Entwicklungen finden sie hier

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Studierende mit im Boot der Berliner Volksbegehren



In den letzen Jahren befindet sich die europäische Hochschullandschaft im Umbruch. Im Wesentlichen geht es darum, Hochschulen zu Unternehmen zu machen. Die Studierenden wären dann die Kundinnen und Kunden, welche sich für Geld Bildungsabschlüsse erkaufen können. Gegen diesen Trend, Bildung als Ware zu begreifen, regt sich an vielen Orten Widerstand. Ein hochschulpolitisches Volksbegehren in Berlin ist ein Teil davon:

Wir fordern:
Keine Studiengebühren! Viertelparitätische Gremienbesetzung! 100% Masterzugang!

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Zur Privatisierung der Hochschulen: PrivatisierungsWiki

Zur Privatisierung der Bildung: BildungsWiki

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Privatisierungsreport der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft



Im mittlerweile dritten Privatisierungsreports meldet sich die GEW zu Wort, gegen eine Abwertung pädagogischer Arbeit und gegen die Privatisierung der öffentlichen Bildungskosten.

Teil 1: Vom Rückzug des Staates aus der Bildung: Privatisierungsreport 1 (pdf)

Teil 2: Vom Durchmarsche der Stiftungen und Konzerne: Privatisierungsreport 2 (pdf)

Teil 3: Unternehmen Schule: Privatisierungsreport 3 (pdf)

Mehr Informationen zu den Privatisierungsreports hier

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Don´t panic - Go Coppi!



Der Bürgerentscheid zum Erhalt des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums war der erste in Berlin. Das Bezirksamt Berlin-Lichtenberg wurde aufgefordert, das Coppi-Gymnasium am Standort Römerweg zu erhalten und seinen Beschluss, das Coppi- mit dem Kant-Gymnasium am Standort des Kant-Gymnasiums zu fusionieren und das Forster-Gymnasium an den bisherigen Standort des Coppi-Gymnasiums zu verlegen, aufzuheben. Mehr als 100.000 Wahlberechtigte beteiligten sich bei der Abstimmung und die Mehrheit sprach sich für den Erhalt der Coppi-Schule aus. Das Bezirksamt Lichtenberg wiederum versuchte jedoch diesen Beschluss zu unterlaufen, indem es versuchte, das Coppi-Gymnasium mit dem Kant-Gymnasium trotzdem zu fusionieren, diesmal am Standort in der Römerweg.

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Berlin und seine Schüler_innen!



Aus einem Aufruftext zu einer gemeinsamen Demonstration:

"Ausbildung für Alle - Jetzt!

Auch 2006/07 bekamen nur etwa ein Drittel (!) der Suchenden einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Von der Mehrheit, die ohne dasteht, können sich einige noch über ein "Berufsvorbereitendes Jahr" (BVJ) freuen, das einem ungefähr gar nichts bringt. "Vater Staat" hat einen erstmal irgendwo untergebracht und nächstes Jahr darf man wieder sein Glück versuchen. Alle, die zu dem "glücklichen" Drittel gehören und eine Ausbildungsstelle bekommen, haben dann zwar ein paar Jahre "Sicherheit", aber eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung entspricht einem Lottogewinn. Der Großteil der Azubis kann nach Abschluss der Ausbildung gleich wieder beim Jobcenter antanzen.....Verlasst am 24. April die Schulen und kommt um 11.00 Uhr vors Rote Rathaus!!!"

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Bürger_innen gegen PPP im Schulwesen - Mülheim bleibt unser



Das Bürgerbegehren "Mülheim bleibt unser" wurde im Februar 07 gestartet gegen weitere Privatisierung der Daseinsvorsorge. Damit soll der erfolgreiche Bürgerentscheid von vor 2 Jahren erneuert und um eine Passage zu PPP-Betreibermodellen bei Schulen ergänzt werden.

Wir sind auch auf den GEW-Privatisierungsreport Nr. 3 aufmerksam gemacht worden. Wir fanden den Report sehr hilfreich, weil ausgezeichnet recherchiert und verständlich geschrieben (pdf).

Es gelang, die Autoren für eine Veranstaltung in Mülheim zu gewinnen. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, dem 25. April 2007, um 19 Uhr in der Aula des Karl-Ziegler-Gymnasiums (Einladungsplakat pdf).

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens: Reinald Schnell, Uwe Tschirner, Lothar Reinhard

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Artikel und Hinergrundinformationen:



Vom Menschenrecht zur Markenware - Artikelserie im Freitag (2006). Eine Reihe, die sich mit Tendenzen beschäfigt, wie Bildung mehr und mehr den Charakter einer Ware annimmt.
In Schulen und Universitäten regieren immer mehr die Gesetze des Marktes. Öffentliche Lernorte sind durch neoliberale Reformen und finanzielle Auszehrung bedroht.

Privatisierung der Bildung:

Hochschulreformen und Studiengebühren:

Bertelsmann und die Ökonomisierung der Bildung:

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